Kompakt Allgemeinmedizin
Dr. med Justus de Zeeuw
Dr. med Justus de Zeeuw

Heute schon gehustet?

Für nahezu jede chro­ni­sche Erkran­kung gibt es soge­nannte Patienten­tagebücher. Die tägliche Doku­mentation von Beschwerden und Mess­werten soll einen posi­tiven Einfluss auf den Krank­heits­ver­lauf ausüben. Ist das wirk­lich so?

Unbe­stritten ist der Stel­len­wert der sorg­fäl­tigen Doku­men­ta­tion im Rahmen von klini­schen Studien. Die Erfas­sung der soge­nannten pati­en­ten­be­zo­genen Ergeb­nisse basiert zu einem wesent­li­chen Teil auf der Aufzeich­nung von Symptomen und subjek­tiven Empfin­dungen während der Beob­ach­tungs­phase. Auch für die Phar­ma­ko­vi­gi­lanz sind in bestimmten Fällen Pati­en­ten­ta­ge­bü­cher hilf­reich: Die regel­mä­ßige Erfas­sung rele­vanter Para­meter, die der Erken­nung bedeut­samer Neben­wir­kungen dienen, ist sinn­voll. Ob Blut­bild oder Tran­sa­mi­nasen: Es fällt leichter, einen Trend zu erkennen, wenn die entspre­chenden Labor­werte in Tage­bü­chern syste­ma­tisch erfasst und doku­men­tiert werden.

Manche Menschen haben eine Affi­nität zu Zahlen, Daten und Fakten. Die tägliche Doku­men­ta­tion von Blut­druck und Puls, Auswurf­menge, Husten­fre­quenz oder Ausprä­gungs­grad der Dyspnoe betreiben sie mit Leiden­schaft. Dem Arzt werden die doku­men­tierten Mess­werte bei der regel­mä­ßigen Konsul­ta­tion präsen­tiert – in Erwar­tung einer wert­schät­zenden Würdi­gung. Ist der Arzt eben­falls ein Zahlen­mensch, wird er sich damit leichttun. Ist er es nicht, kann die Erör­te­rung der Mess­werte der letzten 3 Monate eine zeit­in­ten­sive Heraus­for­de­rung darstellen.

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